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Gestaltung und Design
by Sybille Wronski

2017 erfolgt die Umwandlung der Pflegestufen in Pflegegrade

Die Einteilung in drei Pflegestufen wird ab Januar von der Eingliederung in fünf Pflegegrade abgelöst.

Personen mit körperlichen Einschränkungen werden von ihrer Pflegestufe automatisch in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet.

Personen mit geistigen oder psychischen Einschränkungen werden automatisch in den übernächsten Pflegegrad übergeleitet.

Personen, die bereits im Jahr 2016 Leistungen der Pflegeversicherung beziehen, erhalten ab 2017 höhere Leistungen.

 

 

Höhere Eigenanteile für Leben im Pflegeheim

Pflegebedürftiger die in einem Pflegeheim leben, tragen einen Teil der Kosten selbst.  Die Höhe der Eigenanteile hängt von der Pflegestufe ab.

2017 zahlt jeder Bewohner im Pflegeheim unabhängig vom Pflegegrad den gleichen Betrag. Allerdings gibt es für die niedrigeren Pflegegrade 2 und 3 in stationären Einrichtungen weniger Geld

In Pflegegrad 2, (Pflegestufe I) werden 294 Euro weniger und in Pflegegrad 3,

(Pflegestufe II) 68 Euro weniger pro Monat gezahlt.

 Menschen, die ab Januar 2017 in ein Pflegeheim ziehen, wird aus diesem Grund

die Zuzahlung für die unteren Pflegegrade deutlich ansteigen.

Wer bereits jetzt in einer Pflegeeinrichtung wohnen, genießen Bestandsschutz und zahlt weiter den gewohnten Betrag.

 

 

Das kostet die Unterbringung im Heim

Die Kosten für eine Heimunterbringung bei Pflegestufe III betragen gerundet etwa durchschnittlich monatlich 3300,00 Euro bei vollstationärer Pflege.

Aus der Pflegeversicherung wird in dieser Pflegestufe ca. 1600,00 Euro im Monat gezahlt. Damit bleibt ein Eigenanteil von 1700,00 Euro, der privat zu zahlen ist.

So viel Unterhalt steht einem Heimbewohner zu

Ein im Pflegeheim untergebrachter Elternteil hat Anspruch auf Unterhalt in Höhe der notwendigen Heimkosten zuzüglich eines Barbetrags für die Bedürfnisse des täglichen Lebens, derzeit 105,00 Euro im Monat.

Eltern müssen ihr Vermögen aufbrauchen

Die Eltern oder das Elternteil müssen alle Einkünfte aus gesetzlicher und privater Rente und der Pflegeversicherung, aber auch aus ihrem Vermögen ausgeben – also nicht nur die Vermögenserträge, sondern auch den Vermögensstamm selbst. Einen Schonbetrag von derzeit 2.600 Euro dürfen sie allerdings behalten.

Anspruch auf Grundsicherung im Alter

Haben die Eltern Anspruch auf Grundsicherung im Alter, müssen sie sie auch beantragen – diese Einkünfte haben Vorrang vor dem Unterhalt durch die Kinder. Sollte ein Elternteil solche Zahlungen erhalten, sind die Kinder nicht verpflichtet, sie an den Staat zurückzuzahlen.

Elternunterhalt

Nach ihren finanziellen Möglichkeiten müssen Kinder den Lebensbedarf der Eltern durch Unterhaltszahlungen sichern.

Unterhaltspflichtig sind nur die Kinder des Berechtigten, nicht die Schwiegerkinder.

Zur Ermittlung, ob Kinder genug Einkommen erzielen, um Unterhalt für ihre Eltern leisten zu müssen, werden alle tatsächlich erzielten Einkünfte zusammengerechnet. Entscheidend ist das durchschnittliche Nettoeinkommen.

Von diesem Nettoeinkommen werden noch einige Ausgaben runtergerechnet: u.a.

     berufsbedingte Aufwendungen (z. B. Fahrtkosten)

     Kosten der allgemeinen Krankenvorsorge und krankheitsbedingte   

     Aufwendungen

 

     Private Altersvorsorgekosten bis zu fünf Prozent des

     Bruttoeinkommens

 

     Darlehensverbindlichkeiten, Zins- und Tilgungszahlungen einer 

     Immobilie

     Aufwendungen für regelmäßige Besuche des Elternteils

     Unterhaltspflichten, die die Kinder gegenüber ihren Ehegatten sowie

     eigenen Kindern haben.

 

Vom so errechneten bereinigten Nettoeinkommen steht dem Unterhaltspflichtigen derzeit ein Selbstbehalt von 1.800 Euro zu.

Beispielrechnung

 

Bei einem bereinigten Nettoeinkommen von 2.000 Euro und einem Selbstbehalt von 1.800 Euro ergibt sich ein Unterhaltsanspruch in Höhe von 200 Euro, davon sind

50 Prozent, also 100 Euro im Monat zu zahlen.

 

 

Entnommen aus Finanztipp März 2014

 

 

 

 

 

 

Es hat sich für pflegebedürftige und potentiell von Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen einiges geändert.

 
Die Anpassungen betreffen nur pflegebedürftige mit Demenz bzw. mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, wie

demenzbedingten Fähigkeitsstörungen,
 
geistigen Behinderungen oder

psychischen Erkrankungen,

 
bei denen der Medizinische Dienst der Krankenversicherung oder die von der Pflegekasse beauftragten Gutachter im Rahmen der Begutachtung nach § 18 als Folge der Krankheit oder Behinderung Auswirkungen auf die Aktivitäten des täglichen Lebens festgestellt haben, die dauerhaft zu einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz geführt haben.
 
 
Der Anspruch auf ambulante Sachleistungsbeträge umfasst je Kalendermonat:

Pflegestufe

ohne eingeschränkte Alltagskompetenz

mit eingeschränkter Alltagskompetenz

0

kein Anspruch

bis 225 €

1

bis 450 €

bis 665 €

2

bis 1.100 €

bis 1.250 €

3

bis 1.550 €

bis 1.550 €

 
 
Das Pflegegeld

Pflegestufe

ohne eingeschränkte Alltagskompetenz

mit eingeschränkter Alltagskompetenz

0

120 €

123 €

1

244 €

316 €

2

458

545 €

 

728

728 €

 
 
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